Damen 3 erleben fast böses Erwachen aus ihrem Winterschlaf

Beim Auswärtsspiel der Damen 3 in Hilden passte vorne und hinten einfach nichts zusammen und man musste sich das erste Mal eingestehen, dass man nicht die Dominanz in der Liga hat, die man erwartet hatte.

Von Anfang an wirkte das Team, evtl. angesteckt durch seine angeschlagene Trainerin, die unvorbereitete Halle oder eben noch mit den Ferien im Rücken, energielos und unmotiviert. Man trabte regelrecht über’s Feld, immer mit der Sicherheit, dass man ja sowieso gewinnen wird... Dem wirkten die Hilden 99ers aber gekonnt mit ihrer engen Zone entgegen und ließen bis Anfang des vierten Viertels keine deutliche Führung zu. Die Wurfchancen gegen diese unangenehme Zone waren durchweg gut, die Bälle fanden aber in gefühlt unter 10% auch den Weg ins Ziel. Zudem konnte keine der Ansprachen der Trainerin, die heute gerne einmal laut geworden wäre, das Team aufrütteln. Man war weiterhin einen Schritt zu langsam, nicht bereit, zu rebounden oder die Zone zu attackieren.

Hierbei fehlte der Mannschaft die sonst deutliche Präsenz unserer Wirbelwinde Tatiani und Sprity, die gut arbeiteten, aber am Ende nicht belohnt wurden und zeitweise nicht clever genug agierten. Tatiani fand in der zweiten Halbzeit ins Spiel, musste aber kurz darauf durch einen unglücklichen Pfiff für den Rest des Spiels auf der Bank Platz nehmen. Dafür warf sich Isi Haxel in den Ring und erkämpfte sich Punkt um Punkt. Es war ihr bis jetzt stärkstes Offensivspiel mit viel Willen, die Teufelszone endlich zu durchbrechen. Sie zog ihr Team mit und leitete, zusammen mit der richtigen Aufforderung von den U17 Spielerinnen, auf Panic-Presse umzustellen, das doch noch erfolgreiche vierte Viertel ein. Zwar wurden auch wie zuvor genügend Bälle durch Vollfeld-Mann-Mann abgefangen, allerdings konnte man durch Priscilla vorne in der Panic schneller und besser abschließen.

Insgesamt fiel allen ein Stein vom Herzen, als dieser Krimi vorbei war und man mit einem eher mühsamen, aber durchaus willkommenen Sieg nach Hause fahren konnte. Nun gilt es, am Rebounding, Abschluss und an der Einstellung zu arbeiten, um aus den folgenden Spielen schon erste Erkenntnisse in Richtung Bezirksliga mitnehmen zu können!