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Befreiungsschlag!

Am heutigen Sonntag empfang die Zweitvertretung des BTV Boele-Kabel. Es entwickelte sich ein ausgesprochen spannendes Duell mit Happy End: 58:56.

Barmen startete unfassbar unkonzentriert in das Match. Zahlreiche Turnover und eine fehlende Disziplin in der Verteidigungsvorgabe bei den Blöcken, die die Gäste zahlreich stellten, führten zu einem 13:21-Rückstand nach den ersten zehn Minuten. Zu Beginn des zweiten Abschnitts setzten sich die Hagenerinnen weiter ab, sodass das Spiel zu kippen schien. Doch heute zeigten die jungen Wuppertalerinnen Charakter und Mut. "Lassen sie sich sonst in diesen Situationen gerne hängen, fassten sich unsere Ladies nun ans Herz", so Fohlmeister. Durch einen 7:0-Run verkürzte Barmen wieder auf 20:27. Boele konterte zunächst, doch der BTV legte mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf nach, der der Mannschaft weiter Auftrieb gab. Zur Halbzeit war man den Gästen entsprechend wieder an den Fersen (29:36). 

Die Ladies von der Wupper knüpften nach der Pause an die vorangegangenen Minuten an und legten in der Verteidigung sogar noch eine Schippe drauf. Bärenstark arbeiteten sie mit einer extrem hohen Intensität über das ganze Feld. "Genau so wünsche ich mir meine Mädels immer: mutig, konzentriert, athletisch und clever. Das war einfach grandios!", kommentiert Fohlmeister. In der 26. Minute ging Barmen entsprechend das erste Mal in Führung. Von da an eintwickelte sich ein unfassbar spannender Schlagabtausch, den Wuppertal - bedingt durch die Leidenschaft, die die Ladies auf das Parkett brachten, und den Teamgeist - absolut verdient gewann.

"Das war heute eine mega Verteidigungsleistung. Ich habe unsere Ladies schon lange nicht mehr mit dieser Intensität auf dem Feld arbeiten gesehen. So bereitet Basketball Freude! Ganz wichtig waren auch die Würfe, die endlich wieder von außen fielen! Nun geht es in die Vorbereitung auf einen ganz anderen Ligakonkurrenten. Mit Voerde wartet eine Wundertüte auf uns. Vergangenes Wochenende schlugen sie Witten, verloren hingegen an diesem Spieltag deutlich gegen den TSV Hagen. Wenn wir aber an der Verteidigungsleistung anknüpfen, müssen wir uns keine Gedanken machen, sondern können uns auf ein tolles Match freuen!", resümiert Fohlmeister. 

Boele3

Sieg und Niederlage

 

BTV vs. Siegen: 52:47

Vergangene Woche trat die Zweitvertretung des BTV in heimischer Halle gegen die Siegener Damen an. Dabei war es von Anfang an eine 'enge Kiste'. Entsprechend stand es zum ersten Viertel mit 17:14 nur leicht für Barmen. Auch der zweite Abschnitt gestaltete sich zunächst ähnlich. Kurz vor der Pause gelang aber durch einen 6:0-Run der erste Durchbruch, sodass sich die Wupper-Ladies mit 32:22 etwas absetzen konnten. In den folgenden 20 Minuten senkte sich die Trefferquote leider. Die Verteidigung war zwar weiterhin ordentlich, doch, wenn in der Offense die Punkte fehlen, wird es nicht leicht zu gewinnen. Mit einem 8-Punkte-Vorsprung ging es sodann in das letzte Viertel. Hier wurde es nochmal richtig spannend, denn Centerspielerin Ohrndorf übernahm nun das Zepter und verteilte die Bälle ausgesprochen gut. Barmen kämpfte jedoch und konnte sich am Ende mit 52:47 über die Zielgerade retten.

Siegen

Gevelsberg vs. BTV: 60:50

Anders verlief es in Gevelsberg am heutigen Spieltag. Auch hier gestaltete sich zunächst ein spannendes Duell. Man traf endlich wieder die Würfe von außen und zeigte so den Siegeswillen in der Revanche. Leider verloren die Damen bereits im ersten Viertel den Faden und von da an ging in der Offense nicht mehr viel. Auch die Defense stimmte nicht. Immer wieder ließ man die Gastgeber im 1:1 zum Korb ziehen oder verpennte den Cut und konnte so nur mit Foul stoppen. Von der Linie waren die Gevelsbergerinnen jedoch sehr souverän. So waren acht der 14 Punkte im zweiten Viertel bspw. aus Freiwürfen geholt. In den dritten Abschnitt starteten die BTV-Ladies bärenstark. Durch die Presse kamen sie ins Laufen und damit an leichte Punkte. Binnen von zwei Minuten war man auf vier Zähler wieder dran. Dann ein kurzer Schlagabtausch und schließlich ein Turnover nach dem nächsten. Die Gastgeber zogen wieder von dannen. Mit 56:35 in der 35. Minute schien es eine deutliche Niederlage zu werden. Aufgeben wollten sich die Barmer Damen nun aber auch nicht gänzlich und legten sehr gute letzte fünf Minuten hin. Mit einem 15:4-Run gelang zumindest ein annehmbarer Endstand von 60:50.

"Mit dem Start ins Match dachte ich eigentlich, dass der Knoten nun geplatzt ist und wir befreit von außen wieder unsere Punkte holen. Leider hielt der Hoffnungsschimmer nicht lange an. Hätten wir nur ansatzweise eine Trefferquote von 20-30% aus der Halbdistanz gehabt, hätten wir das Spiel entspannt gewonnen. So musste man leider eine Niederlage verkraften. Wir müssen unbedingt unsere Distanzwürfe in den Griff bekommen. Ansonsten wird es in den nächsten Duellen sehr schwer. Hier warten alle Konkurrenten aus dem Mittelfeld. Mit dem Abstieg haben wir zwar wohl eher nichts mehr zutun, aber es ist immer noch ein tiefer Fall möglich. Daher muss sich die Mannschaft jetzt zusammenraufen und bewusst am eigenen Ego arbeiten."

Damen 2 starten mit einem Sieg in das neue Jahrzehnt!

Am Sonntagmittag ging es im letzten Duell der Hinrunde gegen SV Haspe. Mit nur drei Siegen kamen die Hagenerinnen als Underdog in die Halle. "Trotz dieser Tatsache mahnte ich unsere Ladies, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen", so Fohlmeister. Gesagt getan, denn Barmen startete ausgesprochen dominant in das Match und setzte mit 16:8 eine Duftmarke im ersten Abschnitt. Danach verloren die BTV-Damen kurzfristig den Faden. Die in den ersten zehn Minuten schön erspielten und verwandelten Fastbreaks als auch Würfe aus der Distanz gingen nun nicht mehr durch die Reuse. In der Konsequenz gelang Barmen in sechs zähen Minuten nicht an einen einzigen Punkt. "Die Verteidigung stand in diesem Abschnitt zum Glück dennoch, sodass die Hasper Damen zwar verkürzen, aber nicht in Führung gehen konnten", äußert Fohlmeister. Durch die Umstellung auf eine Zone gelang es die Gäste ins Straucheln zu bekommen, sodass diese Fehlpässe direkt in unsere Hände spielten, die Wuppertal dankenswert annahm und nun mit viel Tempo wieder erfolgreich im Schnellangriff verwandelte. So ging es mit 26:15 in die Halbzeit.

Während man sich im zweiten Viertel noch berappeln konnte, war der Korb im dritten Abschnitt wie vernagelt. Mit einem 6:0-Run legten die Gäste nun los wie die Feuerwehr. Viel zu ängstlich agierte Barmen hingegen auf dem Parkett. Anstatt mit Selbstbewusstsein zu verteidigen, sank man weit ab und ließ Haspe gewähren. Ähnlich sah es in der Offense aus. "Hier fehlte es total an Körpersprache und Selbstbewusstsein. So zogen wir gar nicht mehr zum Korb und warfen die Bälle aus der Halbdistanz viel zu hektisch weg", kommentiert Fohlmeister. In den letzten zehn Minuten berappelten sich die Barmer Ladies jedoch und zeigten Siegeswillen. Durch eine tolle und nun wieder auf den Füßen stehende Mann-Mann-Verteidigung eroberten sich die Gastgeber die Bälle, gingen mit Tempo nach vorne und verwandelten. Gleichzeitig hatte man die gegnerischen Center wieder besser im Griff und ließ weniger Punkte zu. Damit gewann der BTV am Ende mit 43:35.

"Heute schwankte die Leistung zwischen High End und einfallslos. Phasenweise powerten wir richtig gut in der Defense und kamen so an Fastbreaks, die über ein tolles Passspiel erfolgreich abgeschlossen wurden. Auch in der Set-Offense gelang der ein oder andere Durchstecker, den selbst ein Zuschauer hier und da wahrscheinlich gar nicht gesehen hat und überrascht von dem freien Lay-up war. Das war teilweise echt der Hammer! Dann gab es aber auch die Phase im zweiten und dritten Viertel. Hier waren wir zu einfallslos und haben die Verantwortung immer an den nächsten Spieler geschoben, sodass keiner mehr wirklich gefährlich auf dem Parkett war. Wenn wir diese Sequenzen noch ausblenden können, dann haben wir in den nächsten Duellen alle Optionen offen", resümiert Fohlmeister.

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Zwei Gesichter!

"In den ersten Minuten stand ich da und dachte nur... Was für ein geniales Team, das ich da habe!!!!", so Fohlmeister stolz. "Wir traten gegen Vorhalle an - eine Mannschaft bestückt mit zahlreichen ehemaligen WNBL-Spielerinnen und Leistungsträgern aus der Damen-Regionalliga und -Oberliga - und wir überliefen diese Mannschaft einfach." Der Barmer TV preschte mit einer solchen Intensität nach vorne, dass die Gäste buchstäblich nur zuguckten. In der achten Minute stand es absolut verdient 4:10 für die Ladies von der Wupper. Ärgerlich war in dieser Phase die Linie der Unparteiischen. "Normalerweise halte ich mich gegenüber den Schiedsrichtern zurück - Fehler passieren. Das ist menschlich und sie gleichen sich in der Regel auch aus. Aber an diesem Abend nahmen sie maßgeblich Einfluss auf den Spielverlauf." So hatten die Gäste bereits in der sechsten Minute Teamfouls und Vorhalle erhielt von da an für jedes weitere Foul - die wohl angemerkt grundlos gepfiffen wurden - Freiwürfe. Nur über diese Würfe kamen die Hagner Damen überhaupt im Duell an (10:9 für den BTV). Nach dem ersten Abschnitt hatte Barmen acht Fouls auf dem Konto - die Gastgeber hingegen noch kein einziges... 

Vorhalle stellte im zweiten Viertel auf eine Zone um. Gegen diese taten sich die Wupper-Ladies etwas schwerer. Doch immer wieder erliefen sie sich schöne Fastbreaks und blieben so am Ball. Zur Halbzeit konnte man entsprechend erhobenen Hauptes mit 23:17 in die Kabine gehen. Hier motivierten sich die Spielerinnen noch einmal gegenseitig. Denn an diesem Tag war das Match aufgrund einiger Ausfälle ein ordentlicher Kraftakt.

Dieser Kraftakt wurde dann zunehmends größer. Denn in der 24. Minute verabschiedete sich Spielerin Nummer 1 mit fünf Fouls von der Partie. In der 30. Minute war es Spielerin Nummer 2 und in der 37. Spielerin Nummer 3. Die Bank wurde damit immer dünner, gleichzeitig durften die Gastgeber eher machen, was sie wollten - ein Foulpfiff kam doch recht selten (nach den gespielten 40 Minuten lag ein Verhältnis von 11:23 vor). Daher entstand in der zweiten Hälfte leider ein Bruch im Barmer Spiel, sodass das Match mit 50:26 doch recht deutlich an Vorhalle ging. "Es ist leicht, die Schuld für die Niederlage jemand anderem zuzuschieben, als sich an die eigene Nase zu fassen. Selbstverständlich hätte insbesondere unsere Quote aus der Halbdistanz höher sein müssen. Doch wollten die Würfe einfach nicht fallen. Wenn dann aber die Penetrations, die unsere Ladies stattdessen einsetzten, um an Punkte zu kommen, regelwidrig gestoppt, aber nicht gepfiffen werden, dann nimmt man doch größeren Einfluss auf einen Spielverlauf", so Fohlmeister verärgert. Beide Trainer waren sich am Ende des Duells einig, dass es ein schönes Spiel hätte werden können, zwei Anwesende dies aber gut zu unterbinden wussten. Denn auch der Trainer aus Vorhalle hatte sein Päckchen abbekommen und musste mit zwei Technischen Fouls die Halle verlassen. 

"Ich habe schon länger nicht mehr so eine Linie erlebt, möchte aber zum Abschluss noch einmal auf das Duell selbst zurückblicken, denn das, was unsere Ladies an diesem Abend ablieferten, war einfach grandios und soll unter dem ganzen Ärger nicht untergehen. Seit Wochen stagnierte die Entwicklung des Teams. Doch das heutige Match brachte den erhofften Durchbruch. 40 Minuten spielten unsere Youngsters auf Augenhöhe mit einem Team, das definitiv mittleres Oberliganiveau hat. Hätten wir nur ansatzweise von außen getroffen, hätte es auch nochmal eine ganz andere Partie werden können. Damit sind wir endlich wieder auf dem richtigen Weg und freuen uns, diesen im neuen Jahr weiter zu gehen", resümiert Fohlmeister.

Damit wünscht die Damen 2 allen ein besinnliches Fest und einen guten Übergang in das Jahr 2020!

Pleite im Lokalderby!

Eigentlich hatte man aus der vergangenen Saison noch etwas gut zu machen (2-Punktniederlage), doch sollte es an diesem Samstagabend einfach nicht sein.

Die Damen 2 starteten zunächst sehr souverän in das Duell. Die ersten Körbe fielen auf Barmer Seite. Erst in der dritten Minute zogen die SWlerinnen nach und übernahmen mit 4:6 die Führung. Von da an entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Match. Der BTV patzte leider bei den Freiwürfen (6/10), sonst hätte das erste Zwischenergebnis noch enger ausgefallen können (12:20).

Das Verhängnis der Mannschaft war der zweite Abschnitt. Hier ließen die Barmer Ladies die Gäste aus dem Westen immer wieder vollends in der Halbdistanz frei stehen. Diese wussten aber den Ball sicher durch die Reuse zu schicken, sodass sie in der Offense leichtes Spiel hatten. Die Gastgeber verstolperten hingegen zahlreiche Fastbreaks und trafen praktisch nichts aus der Distanz. In der Konsequenz wurde dieses Viertel mit 6:23 beendet, sodass zur Halbzeit ein sehr bitteres Ergebnis von 18:43 auf der Anzeigetafel zu sehen war.

Aufgeben wollten sich die Barmerinnen jedoch nicht. Der dritte Abschnitt lief auch gleich wieder besser. Durch die Mann-Mann-Verteidigung kamen die Gäste nicht mehr so leicht an offene Würfe, gleichzeitig scorte man selber wieder etwas mehr (12:17). Doch so richtig los ging es im letzten Viertel. Bei einem Punktestand von 30:60 hatte der BTV nichts mehr zu verlieren und es platzte der Knoten. Durch eine ausgesprochen aggressive, aber sportlich faire Defense eroberten sich die jungen Damen einen 16:3-Run und verkürzte damit auf 17 Punkte innerhalb von sechs Minuten! "Das war unfassbar, was meine Mädels in dieser kurzen Zeit auf das Parkett legten. Sie waren wie ausgewechselt und die SWlerinnen schlicht und ergreifend total überfordert. Einfach grandios!", kommentiert Fohlmeister. Leider hielt die Mannschaft diesen Kraftakt nicht bis zum Schluss durch. "Sonst hätte es tatsächlich nochmal eine enge Kiste werden können", ist sich die Trainerin sicher. So aber wurde die Differenz zum Ende hin wieder höher, denn die Barmerinnen verteidigten hier zwar weiter intensiv, aber nicht mehr sauber, sodass die Gäste immer wieder an die Linie kamen und scorten. Der BTV hatte hingegen nicht mehr die notwendigen Schnellangriffe, um an die leichten Punkte zu kommen, die Barmen wieder ins Spiel brachten. Damit ging das Duell mit 43:76 leider sehr deutlich an die SWlerinnen.

"Die Niederlage ist natürlich sehr ärgerlich - v.a. in der Höhe. Blendet man jedoch das zweite Viertel aus, so steht nur eine Differenz von elf Punkten auf dem Ergebnisbogen. D.h., dass unsere Ladies durchaus einen ordentlichen Job gemacht haben. Woran wir arbeiten müssen, ist zum einen die Turnover-Anzahl und zum anderen der Wurf aus der Distanz. Eigentlich spielen beide Aspekte in der Mannschaft keine Rolle - doch hat sich seit dem Witten-Spiel irgendwie eine Blockade aufgebaut, die es nun aufzulösen gilt. Gemeinsam werden wir das aber schaffen!", resümiert Fohlmeister am Ende des Duells. 

Nervenkitzel pur!

Vergangenen Sonntag mussten die BTV-Damen früh aus dem Bett, denn der Sprungball war bereits um 10.00 Uhr. Physisch waren die Wuppertalerinnen zu diesem Zeitpunkt präsent - mental doch eher noch unter der Bettdecke. So verschliefen sie leider komplett den Start in das Duell um einen direkten Tabellenplatz, denn Iserlohn kam mit drei Niederlagen auf dem Konto ins Tal (BTV bisher zwei). Binnen von sechs Minuten stand es 0:6 gegen die Gastgeber. Erst eine Auszeit und die Umstellung der Verteidigung ließ einen Ruck durch die Mannschaft gehen, die bis zur ersten kleinen Pause auf 7:10 verkürzte. In der zwölften Minute übernahmen die Ladies dann erstmals die Führung (11:10), gaben sie sodann durch einen 2:8-Lauf aber wieder ab. Erst ein 6:0-Run kurz vor der Halbzeit brachte die BTVlerinnen wieder in eine bessere Position (19:18).

"Im Prinzip lief das Spiel gut für uns. In der Verteidigung konnten wir die Gäste aus Iserlohn hervorragend kontrollieren. Lediglich 18 Zähler in den ersten 20 Minuten zuzulassen, ist richtig gut! Aber wir machten eben auch selber nur 19 und das lag ferner liefen daran, dass die Kangaroos so bärenstark verteidigt haben, sondern schlicht und ergreifend daran, dass wir praktisch keinen Wurf von außen setzten, obwohl das unsere absolute Stärke ist", kommentiert Fohlmeister.

Sodann wurde der Fokus in der zweiten Hälfte noch mehr auf die Verteidigung gesetzt. Durch Steals musste sich die Mannschaft einfache Fastbreak-Punkte stibitzen. Die Ladies setzen dies auch teilweise genial um und konnten damit das Punktekonto füttern. Leider stellten sich im letzten Abschnitt die Gäste über ihre großen Spielerinnen besser auf die Verteidigung ein. In der 36. Minute übernahmen sie erstmals wieder die Führung. Barmen konterte zwar sofort wieder (40:38), doch kurz vor Schluss versenkten die Iserlohnerinnen einen Feldkorb und einen Freiwurf (40:41). Neun Sekunden vor Abpfiff eroberten die BTV-Ladies den Ball. Man wollte nur noch schnell nach vorne und konnte lediglich regelwidrig gestoppt werden. Aufgrund von Mannschaftsfouls auf Seiten Iserlohns ging es für Julia Heinrichs an die Linie, die Nerven bewies und beide Freiwürfe souverän versenkte, sodass nun Barmen mit 41:42 vorne lag. Die Gäste nahmen eine Auszeit, um den Einwurf im Vorfeld zu haben, doch Wuppertal wollte den Sieg nun nicht mehr hergeben. Es wurden die letzten acht Sekunden ausgesprochen diszipliniert verteidigt und als die Schlusssirene ertönte, konnten sich die Ladies glücklich in die Arme fallen!

"Was für ein Spiel! So kann man es wohl zusammenfassen! Zwei Aspekte fand ich heute besonders wichtig: Zum einen haben sich unsere Ladies bis zum Schluss nicht aufgegeben, obwohl es in der letzten Minute doch zappenduster ausgesehen hat. Zum anderen haben sie unter Beweis gestellt, dass, wenn es wirklich mal nicht in der Offense läuft, sie dennoch über die Defense gewinnen können. Wie heißt es so schön... 'Offense wins games but defense wins Championships!' Damit sind unsere Damen um zwei sehr wertvolle Erfahungen reicher! In der nächsten Woche geht es nun ins Lokalderby in heimischer Halle. Hier hat die Mannschaft aus der vergangegen Saison noch etwas wettzumachen (2-Punktniederlage nach 39 Minuten durchgängiger Führung)," so Fohlmeister und läd damit herzlich zu einem mit Sicherheit spannenden Duell ein.

Iserlohn